8,5 Tagesreise nach Südtirol mit Manfred

Tag 0,5

So um 15:00 brachen wir auf von unserer Stammtankstelle in Korneuburg Richtung Hieflau.

Tag 1

Diesmal haben wir die Anreise gemütlicher geplant als voriges Jahr an den Gardasee. Die Runde Wildalpen - Sölkpass - Turracher Höhe - Nockalmtrasse endet am Iselsberg unterhalb des Großglockners.

 

Tag 2

Weiter geht die gemütliche Anreise, wie üblich über Cortina D'Ampezzo, Passo Giau (eigentlich wollten wir Falzarego fahren aber Manfreds neues Navi hat gemeint wir müssen den Giau fahren), Pellegrino, Karerpass, Lavaze, bis wir endlich in Truden angelangen. Das Hotel schaut aus wie neu, aufgrund eines 2 Tage Urlaubs der Belegschaft beziehen wir die Zimmer nicht im Haupthaus sondern im Nahe gelegenen Garni.

 

Tag 3

Montag, strahlender Sonnenschein - Es wird Zeit das versäumte vergangener Tage nachzuholen. Laut Bericht ist das Stilfserjoch offen, also nix wie hin. Meine Angstgegner Kehren und Schotter sind spätestens nach dem Stilfserjoch und dem Umbrailpass Geschichte, nach einem Kurzabstecher in die Schweiz - Ofenpass, Unterengadin - kommen wir am Reschenpass vorbei und fahren wieder zurück nach Truden. Leider ist grade Weinlese, und genau wie auf der Hinfahrt zum Stiflserjoch müssen wir in der Gegend vom Kalterer See mit unzähligen Bauern, massenweise Piefkes und im Schneckentempo fahrende Italienern kämpfen.

 

Tag 4

Der Wetterbericht ist ganz ok, wir fahren über den Manghenpass (wie immer schneibts da oben auf 2047 m, wie voriges Jahr), die Weiterfahrt an den Gardasee gestaltet sich trotz Navi zum Albtraum. Einerseits ist die Beschriftung der Italiener bekannterweise mangelhaft, nur kennt sich das Navi genausowenig aus und hat Macken. Wir verbringen soviel Zeit mit Wege suchen dass wir die Tour schliesslich abkürzen müssen und nur mehr den Monte Bodone bereisen.

 

Tag 5

Geburtstag!!! Der Wettergott spielt ziemlich gut mit, am Grödnerjoch müssen wir jedoch umkehren da zentimeterhoch eine Eisdecke die Fahrbahn bedeckt. Als wir nach der Umkehr im Cafe sitzen erlaubt sich ein Rettungshubschrauber einen besonderen Spaß: Wir hören ihn vom Grödnerjoch kommen (sitzen vorne auf der Terrasse, sehen ihn nicht) und denken er fliegt irgendwo hoch über uns drüber. Ja denkste, er spielt Touristenschreck und knallt mit Warp 9 in ca. 5-10m Höhe über das Cafe mit einem ohrenbetäubendem Krach, lässt den Hubi noch schön über dem Schotterparkplatz runter damit man ihn ja gut sieht und zieht am Berghang gegenüber wieder hoch. Ich glaube von den Senioren haben 2 leichtes Herzflattern bekommen. Trotz der Enttäuschung des Grödnerjochs gibts etwas Erfreuliches: ich sehe die Seiseralm nach mehr als 20 Jahren wieder.

 

Tag 6

Tja, eigentlich sollte das Wetter in der Woche immer besser werden, leider ist dem nicht so. Wir entscheiden uns für eine südliche Runde mit Paso di Vezzena, Brenta Schlucht (nicht der Berg - der Fluß!), Croc d'Aune, Paso di Rolle, wieder den Pellegrino, Karerpass, Lavaze. Ab dem Croc d'Aune ist die Strasse nass, den Rolle überqueren wir schon im Regen. Leider!

 

Tag 7

Wir verlassen Truden, holen uns wieder einige Piefke am Nigerpass trotz Koffern drauf, erklimmen das Penserjoch, Würzjoch, Furkelsattel, Staller Sattel, Defereggental bis zurück auf den Iselsberg. Alles feucht, rutschig, bäh!

 

Tag 8

Wettervorhersage: Sonnig mit teilweise 17-20 Grad. Am liebsten würd ich die Meteorolügen an ihren empfindlichsten Körperteilen aufhängen. Aufgrund dem und doch einigen Sonnenstrahlen sind wir mit der Lederkluft ausgerückt um die letzten 550 Kilometer nach Wien zurückzulegen. Gott sei Dank über den Radstätter Tauern, Skigebiete wie Schladming, Liezen, Wildalpen, Ochsattel, Kalte Kuchl. Die Kälte und Feuchte kroch uns bis in die Knochen, Sonne gabs sicher, aber nur über den Wolken, die Strassen waren nass und teilweise hats genieselt. Wenn ich so arbeite wie die fliege ich hochkant raus... *grml*

...und Zusammenfassend?

Wetter: die schlechteste Woche erwischt im Herbst bis auf 2-3 Tage. Auf feuchten Strassen fahren ist nicht so lustig
Unterkunft: Iselsbergerhof ist einfach, hat etwas kleine Portionen aber die dafür gut. Der Ludwigshof in Truden ist eher etwas für den Familienausflug als für Biker. Die Zimmer sind toll, das Essen in ganz Truden teuer, aber gut. Leider Grabesstimmung in unserem Hotel da nur wenige Biker dort waren.
Touristen: Wie immer viele Deutsche unterwegs, die im Weg "rumstehen", egal ob im Auto oder Motorrad.
Italiener: Fahren ziemlich schwul durch die Gegend - 30 im Ort, zwischen 40 und 70 überland. Einzig ein Fiat Panda hat sich bergauf mit uns gematcht, hatte sogar das Hinterrad in den Kurven in der Luft. Respekt!
Kiberer: Nicht viele angetroffen, die Carabinieri sind aber Bikerfreundlich. Sind auf einen im Auto aufgefahren (etwas flotter *g*), nach 2 Ortschaften brav hinter Ihm hat er sich erbarmt und uns vorbeigewunken (so quasi: ja warts eh brav, schleichts euch endlich)