Nova Rock 2008

Freitag

Am Freitag gegen Mittag setzte sich die Truppe Bernd (der Fahrer), Manfred, Philipp, Wolfgang und ich in Bewegung in Richtung Nickelsdorf / Nova Rock.

Aufgrund von Sturmwarnungen wurde das erste angepeilte Konzert der „Donots“ abgesagt. Der Sturm machte auch uns am Weg vom Auto zum Konzertgelände etwas zu schaffen. Es war kalt und man konnte sich mühelos, ohne umzufallen, gegen den Wind stemmen.

Wie man unschwer erkennen kann, war auch reichlich Müll im Wind unterwegs ;-)

Da wir in diesen 3 Festivaltagen zwischen 20 und 25 Band live gesehen und gehört haben, kann in dieser Konzertkritik lediglich auf die manches mal mehr, maches mal weniger herausragenden Leistungen der Hauptacts eingegangen werden.

Rose Tatoo

Kannte ich bisher nicht, die schon etwas älteren Herren machen aber gute Stimmung und sind für die erste Band die wir sehen voll in Ordnung.

Alkbottle

Wer kennt die Wiener Gruppe nicht…Und trotzdem, man wird nicht müde, bei Liedern wie „Motorradlfoarn“ mitzuwippen. Der Wiener Schmäh zieht halt doch immer noch.

Mia

Langweilig war dann der Auftritt von Mia. Diese zierliche Dame ist zwar ein Energiebündel, doch kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Lied wie das andere klingt. „Tanz der Moleküle“ – wer diesen
Song schon gehört hat kennt das gesamte musikalische Repertoire
der Berliner. Wie soll man es sagen?

Das einzig Aufregende dieses Acts war der Regenbogen!

Da die beiden Bühnen in einigem Abstand voneinander platziert waren, sind wir an diesen 3 Tagen ca. 20 km gelatscht. Manche von uns haben diesen Fußmarsch mit Blasen an den Füßen bezahlt.
Und nein - ich denke der da unten (Schlafmütze mit Kapu) ist nicht vom gehen müde!!!

Cavalera Conspiracy

Cavalera Conspiracy, ein Zusammenschluss von Max und Igor Cavalera (vormals Sepultura) und Marc Rizzo (Soulfly) haben von Anfang an Gas gegeben. Doch waren wir ob des Gegröles und des durchwegs heftigen Death/Trash Metals weniger begeistert. Melodie war nicht unbedingt ihre Stärke – Nur für wirklich eingefleischte Brasilien-Fans!

Sex Pistols

Dann war es gegen 23:00 soweit: Johnny Rotten Punkband-Formation „Sex Pistols“ landeten, direkt von ihrer Geriatrie-Insel eingeflogen auf der Red Stage des Nova Rock 2008. Dass Rotten erst 52 Jahre alt ist, sah man ihm nicht an. Das Leben hat diese Figur gezeichnet, wie man es selten sieht. Blaue Jogginghose, karierte Tunika, und ein aufgedunsenes Gesicht, dass man doch am liebsten 144 rufen würde…Die Musik war nicht herausragend, aber die alten Herren habens immer noch drauf ;-)

Die Ärzte

Nunja, wir haben uns dann bald verabschiedet und uns den Ärzten auf der Blue Stage gewidmet. Diese Band ist auch wieder so ein Phänomen, denn über solange Zeit ein Publikum zwischen 14 und 17 anzusprechen ist schon wieder eine Kunst (Aussage Manfred). Die Ärzte hört man aber auch, wenn man etwas älter ist, immer noch gerne. Der Berliner Charme begeisterte die Menge und auch die Ankündigung, dass es bei Festivals, auf denen die Ärzte spielen, nie regne, stieß auf Begeisterung.
Am Ende des Tages waren wir froh, nach Hause unter unsere eigene Dusche und in unser eigenes Bett zu kommen, denn wie man links sehen kann, war der Campingplatz mehr als ausgelastet!
 

Samstag

Sonic Syndicate sind nicht sonderlich in Erinnerung geblieben, ebenso Opeth – Dürften also nicht soooo der Bringer gewesen sein ;-) Die Schuhe waren schmutzig, die Hosen bis zu den Knien eingesaut.

Sonic Syndicate & Opeth

Beide nicht wirklich der Bringer - der Bierstand war wie man sieht weit interessanter!

Erfrischendes Zwischendurch

Im Angebot waren Bungee Jumpen und ein "Flying Fox" der laut Website versprach den Weg zwischen den Bühnen zu verkürzen (ätsch, denkste, sie knöpfen dir 15 € ab und danach musst du den Gurt wieder zurück tragen - also doppelte Meter, hehe). Tja und wie man sieht tragen nicht nur Girlies pink

Subway to Sally

Dann kam endlich Subway to Sally. Wir hatten uns auf die Gruppe sehr gefreut, leider muss man jedoch sagen, dass der Sound bei Sonne und zu wenig Alkohol einfach nicht so toll ist, wie wir es erwartet hatten. Es kam nicht wirklich Stimmung unter uns auf. Auf die alten Hits hatten sie zwar nicht verzichtet, es hätte auch etwas gefehlt, hätten sie sie nicht gebracht. Aber da manche von uns die Band bereits zum vierten Mal sahen, war es eben nicht mehr „der Renner“. Das mit dem Alkohol haben wir dann schnell geändert!

 

Also mir haben Subway to Sally gefallen...und ich hab auch brav mitgesungen (oder doch gegröhlt? wer weis das schon...)

Gavin Rosedale

Danach folgte wieder einmal der Hatscherer zur anderen Bühne. Dort gab sich Gavin Rossdale die Ehre. Warum der ehemalige Bush-Sänger die große Bühne beschallen durfte war uns nicht ganz klar. War ja ganz netter Happy Gitarren-Sound, aber nicht annähernd flächenfüllend.

In Flames

Gut – also wieder zur kleinen Blue Stage: In Flames!!! Diese Band war unbestritten unser Highlight. Der Sänger machte sympathische Schmähs (Zitat eingedeutscht: Schwarz ist ja die Farbe der Metaller, dementsprechend widmen wir den nächsten Song dem mutigen Herren in der ersten Reihe, der ein blaues T-Shirt mit Blümchen trägt), machte Stimmung, die explosiv war und der Sound war schlichtweg geil. Die Herren haben in die Saiten geklampft, der
Schlagzeuger hat sichs voll gegeben und auch sonst, war das Konzert einfach der Wahnsinn. Kaum eine Person rund um uns, die sich nicht im Takt bewegte. Für Manfred hatten In Flames sogar den Text zum Mitsingen á la Singstar eingeblendet ;-)

Yes - In Flames!!! Meine erste Live Sichtung. Starteten gleich ordentlich los mit Cloud Connected, und auch die Songs die ich nicht kannte waren schwer ok. Natürlich durfte Only for the weak nicht fehlen, ebenso wenig The quiet place.

Motörhead & The Verve

Motörhead hatten Soundprobleme und The Verve war uns zu nichtssagend, also „End of Day 2“.

Ganz genau - allein Motörheads Soundcheck vertrieb einige der sonst so starken Zuhörer, ebenso uns. Am hinteren Ende der Red Stage angelangt legte Lemmy ca. 10 Sekunden mit ohrenbetäubendem Krach los, beschimpfte seine Bühnentechniker aufs ärgste und versuchte es nochmal. Lemmy war zufrieden - ich merkte keinen Unterschied zu vorher. Den einzigen Verve Song den ich mir anhöre kennt eh jeder - nur für den bis zum Ende warten? Sicher nicht!

 

Sonntag

Nackte Tatsachen

Während sich Manfred schon am Parkplatz außer Rand und Band seiner Kleidung entledigt, tut uns Alex diesen gefallen nicht - obwohl das schwarze Top schon sehr sexy ist!

Fast Food & Enter Shikari

Zum 3.Mal Mittagessen bei McDonalds. Dann landeten wir Enter Shikari – Schrecklicher Sound! Es handelte sich um den verzweifelten Versuch tiefste Elektroscheisse mit Gitarren und Drums zu verbinden, das Ganze in Kombination mit Gegröle. Nun, wir waren nicht sehr angetan.

Ach du meine Güte! Fast hätte ich den Burger auf die Pannonia Fields verteilt. Was Scooter eigentlich nicht schlecht gelingt (Metal/Rock in Techno mischen, z.B. mit Fire oder Rebely Yell von Billy Idol), schlägt sich bei dieser Band nur mit Kopfschütteln zu buche. Leute, das ist ein Metalevent! Ihr habt dort genauso wenig verloren wie dieser "Zen Dome" hinter der Blue Stage, wo sich einige verwunderlicherweise mit Techno/Trance/Dance Musik zudröhnten.

Der Schlangomat

Was haben glitschige Reptilien mit Geld zu tun? Besucht das Novarock am Sonntag und ihr werdet es wissen.

Die Schlange am Doughnut-Stand war ungefähr so lange wie jene vor dem Bankomaten!

Alter Bridge

Danach folgten Alter Bridge. Die Band war echt netter Melodic Metal, gute Stimme und gute Stimmung. Philipp war so freundlich, den Sänger für mich zu fotografieren – danke!

Mmmmmhhhh lecker!

Ja, Alter Bridge sind ganz nett. Würd mir aber keine CD kaufen glaub ich.

Raubtierfütterung

Essen! Piefke Catering! Naja so schlecht wars dann doch nicht, die Preise moderat für so eine Art Festival.

Ab und zu mussten wir auch feste Nahrung zu uns nehmen, Wolfgang zeigt dies eindrucksvoll! Bernd hingegen meinte: „Einmal will ich ein Böser sein!“ und bewies gleich auch, dass er es kann.

Disturbed

Zeit für Disturbed! Leider muss ich Wolfgang Recht geben, der meinte, das klingt alles wie eins, nämlich wie „Down with the Sickness“, aber trotzdem haben die Burschen ordentlich Gas gegeben. Als letzten Beitrag gab es dann auch den Hit.

Find ich überhaupt nicht! Leider haben die Veranstalter sehr beim Line Up gepatzt - Bands wie Subway to Sally oder Disturbed bei Tageslicht spielen lassen ist einfach keine gute Idee. Da hättens lieber den Herrn Rotten oder Lemmy ins Nachmittagsprogramm verfrachten sollen. Nichts desto trotz, eine Headbangerpartie von vorn bis hinten - wenngleich mir das ältere Material wie Land of Confusion, Stricken, Stupify und natürlich Down with the Sickness besser gefallen als die neue CD - de oidn Sochn foahn mehr, Jungs!

Bullet for my Valentine

Bullet for my Valentine war dann die letzte Band. Die neue Stilrichtung haben sie auf der CD „Scream Aim Fire“ ja schon ganz gut rübergebracht, aber die Jungs haben auch auf der Bühne die Sau rausgelassen, die Stimmung war metallisch und das Publikum ist voll mitgegangen. Manfred sicherte sich vorsichthalber bereits im Vorhinein ein T-Shirt.

Jo mei, ich muss sagen: Anstrengendes Zeug! Wolfgang und ich haben es vorgezogen unten zu sitzen da die Höhen im Stehen furchtbar die Ohren beleidigt haben. Sonst wars ganz brav, und Tears don't fall hab sogar ich gekannt ;-) Viel spannender waren während dem Konzert die unanständigen Sachen die Bernd da aufgführt hat...

Der Ausklang

Rage against the Machine haben wir ausgelassen, da über eine Stunde Wartezeit ob der Witterung nicht angemessen war. Somit war die Reise bereits um ca. 0:30 in Wien Uhr beendet und wir waren alle wohlbehalten wiedergekehrt…

Zum Abschluss noch ein paar Highligths – das war NOVA ROCK 2008

Editorial

Alex
Text und Fotos
Philipp aka Mr. Blackwell
Text und Fotos